Acetat als Essigsäure

Der Acetat-Nachweis hat eine Menge Vorzüge: Er ist einfach durchzuführen, kaum störungsanfällig und relativ eindeutig.

Benötigte Materialien

  • Kaliumhydrogensulfat \((\ce{KHSO4})\)
  • Mörser mit Pistill

Durchführung

Ihr gebt eine Spatelspitze Ursubtanz in den Mörser und fügt ebenfalls eine Spatelspitze Kaliumhydrogensulfat \((\ce{KHSO_4})\) hinzu. Nun mörsert ihr die beiden Substanzen gut (vorsichtshalber unter einem Abzug). Der Nachweis ist positiv, wenn bei vorsichtig durchgeführter Geruchsprobe ein Essiggeruch, verursacht durch die entstehende Essigsäure \((\ce{CH_3COOH})\), wahrgenommen wird:

$$ \ce{CH3COO- + HSO4^- -> CH3COOH + SO4^{2-}} $$

Störungen

Bei sehr geringen Konzentrationen von Acetat \((\ce{CH3COO-})\) in der Analysensubstanz ist der Essiggeruch schwer bis gar nicht zu erkennen. Außerdem kann ein Schwefelgeruch, verursacht durch Schwefelwasserstoff \((\ce{H2S})\) aus Sulfid \((\ce{S^{2-}})\) oder anderen Schwefelverbindungen, die Geruchsprobe stören. Der Essiggeruch ist dann nicht mehr klar zu erkennen. Darüber hinaus solltet ihr dringend auf die Toxizität von Schwefelwasserstoff \((\ce{H2S})\) achten und, wenn sich solcher bildet, den Mörser direkt wieder unter den Abzug stellen!

Wie gut ist der Nachweis?

Ein Essiggeruch kann nicht durch andere Ionen verursacht werden und ist somit eindeutig. Die Erfahrung zeigt des Weiteren, dass der Essiggeruch (fast) immer wahrnehmbar ist. Im Zweifelfall gilt ausnahmsweise, viel hilft viel.

gruen

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