Borat als B(OCH3)3

Der Borat-Nachweis hat eine Menge Vorzüge: Er ist recht einfach durchzuführen, wenig störungsanfällig und dabei auch noch einer der ästhetisch reizvollsten Nachweise.

Benötigte Materialien

  • Methanol \((\ce{CH3OH})\)
  • konzentrierte Schwefelsäure (\(\ce{H2SO4}\), etwa \(\SI{95}{\%}\)ig)
  • Abdampfschale
  • Feuerzeug (am besten ein „Stabfeuerzeug“ mit langem Hals)
  • Streichhölzer

Durchführung

Ihr gebt eine Spatelspitze Ursubstanz in die Abdampfschale, tropft etwa 5 Tropfen der konzentrierten Schwefelsäure und anschließend die doppelte Menge Methanol dazu. Das Borat in der Analyse wird dabei mit dem Methanol zum Borsäuretrimethylester \((\ce{B(OCH3)3})\) verestert. Das dabei entstehende Wasser wird von der wasserentziehenden konz. Schwefelsäure aufgenommen und so das Reaktionsgleichgewicht nach rechts verlagert:

$$ \ce{H3BO3 + 3CH3OH -> B(OCH3)3 + 3H2O} $$

$$ \ce{n H2O + H2SO4 -> n H2O \cdot H2SO4} $$

Nun bleibt nur noch ein Arbeitsschritt: Das entstandene Gemisch anzünden. Der Borsäuretrimethylester brennt dann mit hellgrüner Flamme, was schließlich den Nachweis darstellt:

$$ \ce{2B(OCH3)3 + 9 O2 -> 6 CO2 + 9 H2O + B2O3} $$

Video der Durchführung

Störungen

Es gibt einige Kationen, die ebenfalls für eine grüne Flamme sorgen können (z. B. Kupfer, Thallium, Barium). Sollten solche vorhanden sein, ist es klug, den Borat-Nachweis aus dem eingedampften Sodaauszug durchzuführen, wo diese Kationen dann „rausgefiltert“ sind.

Wie gut ist der Nachweis?

Abgesehen von genannter Störung  handelt es sich um einen äußerst unproblematischen Nachweis – eine grüne Ampel für eine grüne Flamme. 😉

gruen

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